Die Logik der Schmerzen Institut für BioKinematik

Bio-Kinematik-Institut

Walter Packi

Arzt für Allgemeinmedizin

Begründer der Medizin nach der Biokinematik

 

 

 

Stretching

 

 

Stretching ist eine beliebte Technik, die von Therapeuten und Sportlern angewendet wird, um „steife“ Muskeln zu lockern. Tatsächlich macht Stretching den Muskel aber nicht beweglicher, sondern verändert das Bindegewebe. Dadurch wird der Muskel geschädigt und Schmerzen entstehen. Langfristig gesehen kann Stretching zu Einschränkungen in der Beweglichkeit und im schlimmsten Fall zu Erkrankungen wie Arthrose führen.

 

 

WAS PASSIERT BEIM STRETCHING?

 

Ein Muskel kann sich aktiv zusammenziehen (Kontraktion) oder von selbst lockern. Lockert er sich, dehnt er sich aus und wird länger. Wenn bspw. der Bizeps anspannt, wird der Trizeps automatisch länger indem er sich lockert. Anspannung und Dehnung sind somit aneinander gekoppelt und verlaufen in einem Wechselspiel der verschiedenen Muskeln.

 

Beim Stretching wird in diesen natürlichen An-und Entspannungsvorgang der Muskulatur eingegriffen. Alle Muskeln werden locker gelassen während eine von außen kommende Kraft (z.B. der Physiotherapeut) den Muskel in die Länge zieht. Der Muskel reagiert auf diese äußere Krafteinwirkung (Dehnung) mit einem natürlichen Schutzmechanismus. Nämlich mit dem Bindegewebe. Das Bindegewebe hält den Muskel wie eine Schutzhülle zusammen und bewahrt ihn bei Überdehnung vor dem Zerreißen. Wird der inaktive Muskel durch eine von außen kommende Kraft gedehnt, baut das Bindegewebe zum Schutz des Muskels eine Gegenspannung auf. Bei einem enormen Dehnreiz kann sich die aufgebaute Spannung im Bindegewebe nicht wieder zurückbilden. Die Folge: Die Muskelfaser krümmt sich unter der anhaltenden Spannung des Bindegewebes. Die natürliche Bewegung und die Funktion des Muskels werden durch diese Krümmung gestört. Anstelle Kraft nach außen abzugeben, lenkt der verkrümmte Muskel nun seine Kraft in den Körper hinein. Man stelle sich einen Abschlag mit einem verbogenen Tennisschläger vor – der Ball wird niemals dort ankommen, wo er hin soll. Ähnlich verhält es sich mit der Muskelkraft. Sie wird umgelenkt. Dort wo die fehlgeleitete Kraft im Körper aufkommt, entstehen Schmerzen.

 

 

WIE SIE IHRE MUSKULATUR GESUND ENTSPANNEN KÖNNEN?

 

Wie lange wir schlafen, das können wir in der Regel selbst bestimmen. Wie wir in dieser Zeit schlafen, das scheint nicht in unserer Hand zu liegen. Auch nach vielen Stunden Schlaf kann es passieren, dass man völlig gerädert aufwacht. Der Körper ist schwach, steif, verspannt. Ist der Körper falsch gebettet, kämpft er im Schlaf dagegen an. Wie bei jedem Kampf kann man sich dabei verletzen. Eine ganze Reihe an Schmerzen und körperlichen Beschwerden fügen wir uns im Schlaf zu.

 

 

WAS PASSIERT IM SCHLAF?

 

Wenn man einschläft, fällt man in einen Zustand der Bewusstlosigkeit. Der Muskelapparat erschlafft und der Körper wird unempfindlicher gegen Schmerz. Im Schlaf kann der Körper in Positionen gedrängt werden, die ihm erst im Wachzustand Schmerzen bereiten. Übt bspw. das Kissen oder die Matratze Druck auf den erschlafften Körper aus, baut die Muskulatur über Stunden eine Gegenspannung auf. Erst im nicht erschlafften Zustand am nächsten Morgen fühlt man den Verspannungsschmerz.

 

WOMIT LIEGT MAN RICHTIG?

 

Ob hart oder weich, spielt bei der Auswahl der geeigneten Schlafunterlage keine große Rolle. Worum es wirklich geht, ist die Deformationsstabilität. Wenn das Bett nachgibt und deformiert, findet der Körper weder Halt noch Ruhe und bewegt sich unaufhörlich mit. Verspannungen sind die Folge. Gerade Schaumgummi besitzt nur eine sehr geringe Deformationsstabilität und ist daher nicht zu empfehlen. Sand hingegen weist eine hohe Deformationsstabilität auf und gibt dem Körper den benötigten Halt. Besonders gut geeignet für einen gesunden Schlaf ist Futon. Der original japanische Futon aus versteppter Baumwolle federt nicht, ist weich, wärmt und sorgt für einen stabilen Schlaf.

 

Auch stark gefederte Materialien sorgen für Verspannungen. Drückt bspw. ein gefedertes Kopfkissen auf die erschlaffte Halsmuskulatur, wird der Kopf nach oben gedrückt. Die Halsmuskulatur wird gedehnt und baut Gegenspannung auf. Je höher also die Federung einer Matratze oder eines Kissens, desto größer ist die Verspannung am nächsten Tag.

 

Das Kriterium Stabilität ist nicht nur bei der Matratze ausschlaggebend. Wer das Märchen der Prinzessin auf der Erbse kennt, weiß, dass auch hundert Matratzen nichts nutzen, wenn darunter etwas nicht stimmt. Je mehr Federung ein Lattenrost besitzt, desto weniger Halt bietet er dem Schlafenden. Auch bei der Schlafunterlage liegt der Japaner genau richtig. Die japanische Matratzenunterlage „Tatami“ ist eine dünne, bretthart versteppte Reisstrohplatte. Im Gegensatz zum Lattenrost besitzt Tatami keine Federung, ist saugfähig und hält Zugluft von unten ab. Dieses Material garantiert einen stabilen Schlaf, hält den Schlafenden trocken und wohl temperiert.

 

 

DAS KISSEN

 

Auch hier tut zu viel Federung nicht gut. Nackenrollen, Hufeisenkissen sind das andere Extrem. Sie machen den Hals so unbeweglich, dass er steif wird. Denn auch bei einer niedrigen Federung, bleibt der Körper im Schlaf nie völlig unbewegt. Während sich der Körper im Schlaf bewegt, wirkt das Nackenkissen wie eine Schienung der Halswirbelsäule. Kopf und Hals verharren in einer Zwangslage und können den Positionswechsel des restlichen Körpers nicht nachvollziehen. Es entsteht eine unnatürliche Schlafposition, die schmerzhafte Konsequenzen und Verletzungen nach sich zieht. Ob weich oder hart ist Geschmackssache bei der Kissenwahl. Empfehlenswert sind Materialien die weder fixieren noch federn.

 

 

 

Walter Packi

Facharzt für Allgemeinmedizin

 

 

 

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