Die Logik der Schmerzen Institut für BioKinematik

 

Bio-Kinematik-Institut

Walter Packi

Arzt für Allgemeinmedizin

Begründer der Medizin nach der Biokinematik

 

 

Kopfschmerz

 

Niemand wird mit geboren. An ist aber auch noch niemand gestorben. Die Kopfschmerz ist irgendwann im Verlauf des Lebens entstanden. Die Kopfschmerz ist keine gefährliche Krankheit, sonst würden Kopfschmerz früher versterben als andere Leute. Tun sie aber nicht. Im Gegenteil, irgendwann verschwindet die Kopfschmerz wieder. Zwischen dem 10. Lebensjahr und dem 50. Lebensjahr ist die Kopfschmerz heimisch. Danach und davor ist sie selten.

 

Weswegen kommt sie und weswegen geht sie? Vor allem die Tatsache, daß die Kopfschmerz wieder verschwindet, und dies von alleine, sollte Grund zum Nachdenken sein. Auf jeden Fall ist die Aussage von manchen Medizinern, daß die Kopfschmerz nicht heilbar sei, von

vorneherein offensichtlich falsch. Der Kopfschmerzpatient muß nur die Zeit überstehen, bis er 50 Jahre alt geworden ist, dann ist diese ausgeheilt und dies sogar von alleine. Jedenfalls laut Statistik.

 

Wenn also die Kopfschmerz von alleine wieder verschwindet, so wie sie gekommen war, dann sollte es Mittel und Wege geben, in diesen offensichtlich selbstablaufenden Prozeß aktiv einzugreifen um den Kopfschmerzzustand etwas früher zu beenden, als dies die Natur von selbst tun würde.

 

Daß die Kopfschmerz nicht heilbar sein soll, ist jedenfalls Unsinn, denn alleine das abwartende Nichtstun bewirkt bereits die Ausheilung.

 

Den Schlüssel zur Lösung bietet die Biokinematik des Körpers und die zugehörige Biokybernetik. In diese muß man sich allerdings etwas vertiefen, will man die Zusammenhänge verstehen.

 

 

WAS IST Kopfschmerz?

 

Die Kopfschmerz stellt sich als Doppelstörung dar.

Wie jeder andere Schmerz läßt sich auch der Kopfschmerz auf ein gemeinsames universelles Ursachenprinzip zurückführen. Was einen normalen Kopfschmerz in dasjenige verwandelt, was unter Kopfschmerz zu verstehen ist, das ist die kombinierte Störung zweier verschiedener Funktionen der HWS.

 

Die HWS ist nicht nur zum Tragen des Schädels da, sondern sie ist darüberhinaus ein Sinnesorgan. Wenn ein Kopfschmerz zustand entstanden ist, dann ist sowohl die mechanische Funktion der HWS, wie auch die sinnesphysiologische Funktion der HWS in einen Entgleisungszustand geraten.

 

Die HWS als Sinnesorgan.

 

Die HWS ist dafür verantwortlich, die Sinnesinformationen, welche über die Sinnesorgane des Schädels aufgenommen werden (Auge, Nase, Ohr) mit den Sinnesinformationen, welche die inneren Zustände des Körpers darstellen (Kraft, Lagezustand des Körpers, Gliederwinkel), zu koordinieren. Die HWS ist das funktionelle Bindeglied zwischen Schädel und Körper.

 

Ebenso wie die mechanische Funktion kann die sinnesphysiologische Funktion der HWS gestört sein. Dies sieht dann so aus, als wäre ein Sinnesorgan selbst gestört, obwohl es das gar nicht ist. So kann es Sehstörungen (Schleiersehen), Hörstörungen (Tinnitus) oder Gleichgewichtsstörungen (Schwindel) geben, wobei das zuständige Hauptorgan für sich gesehen völlig gesund ist. (Beim Tinnitus z.B. ist das Gehör regelmäßig völlig in Ordnung.)

 

Das kann im Extremfall z.B. bis hin zu dauerhafter Blindheit führen, ohne daß Schmerzen auftreten, und ohne daß am Auge auch nur die geringsten Veränderungen bestehen (Kopfschmerz ohne Schmerz). Versteht sich, daß solche Patienten früher oder später im Fachgebiet der Psychiatrie eingeordnet werden.

 

Im Fall der Kopfschmerz herrscht ein gründliches Durcheinander zwischen Sinnesphysiologie und Bewegungsphysiologie. Sowohl die Mechanik, wie das Denken sind im Chaoszustand. Es geht nichts mehr.

 

Schmerzen, wie Wahrnehmungsstörungen können sowohl einzeln wie auch in beliebiger Kombination auftreten. Es gibt also auch Kopfschmerzfälle ohne Schmerzen. Das läuft dann isoliert unter Konzentrationsstörungen, Kreislaufstörungen, Tinnitus, Schwindel, Angst- und Panikzustände…

 

Die mechanischen Systeme der Augen, der Ohren, des Gleichgewichtsorgans, der Arterien und Venen, des Kauapparates, der Atmung sowie der Halswirbelsäule (HWS) sind auf sorgfältige Abstimmung angewiesen, damit sie ihre Aufgaben verrichten können.

 

Die verbindenden Elemente all dieser Teile sind die großen und kleinen Muskeln des Halses. Muskeln sind sehr empfindlich und reagieren schnell auf Umgebungseinflüsse. Bei einseitiger Beanspruchung gehen Beweglichkeiten verloren, bei Gewalteinwirkungen (Dehntrauma) wird deren Funktion blockiert. Im speziellen Fall kann die Gesamtheit der muskulären Funktionen so durcheinander geraten, daß die HWS-Funktionen in einen Zustand entgleisen, der als Kopfschmerz empfunden wird (siehe Bildbeispiel).

 

Spezielle psychologische Situationen (angenehm oder unangenehm), diverse Medikamente, Nahrungsmittel, das Wetter, Hormonwechsel, psychischer Entspannungszustand (Wochenendmigräne) u.v.m. können Anlaß für das Auslösen dieser Entgleisung sein. Ursache ist jedoch stets die gestörte Zusammenarbeit verschiedener Halsmuskeln.

 

Walter Packi

Facharzt für Allgemeinmedizin

 

 

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