Die Logik der Schmerzen Institut für BioKinematik

Bio-Kinematik-Institut

Walter Packi

Arzt für Allgemeinmedizin

Begründer der Medizin nach der Biokinematik

 

 

DER AKUTE BANDSCHEIBENVORFALL

 

Was tun, wenn ein akuter Bandscheibenvorfall festgestellt wurde? Die Schmerzen sind so groß, daß kein Bewegen und kein Schlafen möglich ist, der Fuß fängt an pelzig zu werden und langsam kommt es zu Lähmungserscheinungen beim Heben des Fußes.

 

Die Zeit scheint zu drängen, entweder operieren oder die Querschnittslähmung riskieren, das wird als Perspektive geboten.

 

Jetzt ist es wichtig, ruhig zu bleiben und seinen Körper genau analysieren. Es sind immer(!) die Bewegungen die weh tun. Manchmal ist es eine einzige Bewegung, manchmal sind es viele. Wenn es viele sind, dann muß der Reihe nach vorgegangen werden.

 

Zuerst jedoch zur Ruhe zwingen. Nicht die psychische Ruhe, die mechanische Ruhe ist gefragt. Dazu brauchen Sie eine stabile Unterlage, kein Latexbett und kein Wasserbett. Am besten auf den Boden liegen und mit Frottee-Handtüchern abstützen. Die bleiben formstabil.

 

Der übliche Übeltäter für solch üble Situationen ist der gerade Bauchmuskel. Der macht den Hexenschuß. So schlecht der sich aufführt, so leicht ist er zu therapieren. Das können auch Sie , auch wenn Sie es noch nie getan haben.

 

Die richtige Stelle ist die Oberkante des Schambeins direkt neben der Mittellinie. Er wächst hier in einer Linie von ca. 1,5 cm in den Knochen ein (> Muskelbilder). Von hier aus wird er reguliert, hier können Sie korrigieren, bzw. eine Hilfsperson soll das Korrigieren bewerkstelligen, denn Sie selbst können sich vor Schmerzen ja nicht rühren.

 

Auf dieser Insertionslinie muß einige Minuten lang ein leichter jedoch intensiver Fingerdruck ausgeübt werden. Dieser Fingerdruck wird im Fall des Falles als sehr schmerzhaft empfunden, auch wenn der Druck nicht stark ist. Dafür wird auf der Rückseite des Beckens der üble Hexenschußschmerz verschwinden.

Der gerade Bauchmuskel ist beim modernen Sitz-Menschen in den meisten Fällen in einem bedauerlichen Zustand. Von Kindesbeinen an befindet er sich durch die Dauersitzhaltung des modernen Menschen in maximal verkürzter Stellung. Da dies nicht genügt, gibt es eine Reihe weiterer Foltermaßnahmen, die diesem Muskel noch mehr zusetzen. Das beginnt beim Krafttraining („Waschbrettbauch“) und endet beim Fahrradfahren, was dann oft den letzten Kick ergibt.

 

Neben diesem geraden Bauchmuskel gibt es einer Reihe weiterer Muskeln, die Kreuzschmerzen produzieren können (Insgesamt acht Muskeln außerhalb des Beckens und acht Muskeln innerhalb des Beckens) (pro Körperseite). Wer also alle sechzehn Apparate an die Wand gefahren hat, der hat ein Problem, welches in echte Arbeit ausarten kann. Es ist jedoch egal, ob mit oder ohne Operation, diese Arbeit muß getan werden, denn durch die Operation ändert sich am geraden Bauchmuskel bestimmt nichts. (Außer die Bandscheibe wird durch den Bauch hindurch operiert.)

 

Über die Lähmungen im Fuß und das pelzige Gefühl brauchen Sie sich keine weiteren Gedanken machen. Das hat ohnehin nichts mit dem Rückenmark oder den Nerven zu. Solche Probleme können genau so gut von mißratenen Muskeln ausgehen. Im Fall der Fußprobleme handelt es sich um den Darmbeinmuskel (m.iliacus) in seinem innersten (medialen) Anteil. Dieser kann durch definiertes Üben (Assistiertes Üben) korrigiert werden.

 

Noch einmal: Bevor Sie sich operieren lassen – zwingen Sie sich, Ihren Körper nüchtern und möglichst präzise zu analysieren. Gehen Sie in aller Ruhe pedantisch genau der Reihe nach vor bis Sie die Situation im Griff haben. Wir machen es auch nicht anders.

 

Walter Packi

Facharzt für Allgemeinmedizin

 

 

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